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Die #dclass conference.

Ein stenographischer Bericht

Speakout. Ideen fliegen auf mich zu, ein ausgesprochenes Wort löst einen Funkenregen an Einfällen aus, es ist, als würde in meinem Hirn eine Lawine von Synapsensprüngen losgetreten; die können das - die sind jung, wie ich - die machen das einfach - die setzen um, wovon sie träumen - die machen die Welt, wie sie ihnen gefällt -
Ich sehe blinkende Synapsen vor meinem inneren Auge, Neuronenstrahlen, glitzernde Gedankennetze, Energieströme vereinigen sich und als ich einen Moment innehalte wird mir klar, wie man das nennt, was da mit mir passiert: Inspiration! Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, dorthin getragen zu werden, wo Menschen handeln, wo sie vertrauen, wo sie einander helfen, mich mit diesem Geist zu umgeben fühlt sich richtig an, heilsam.
Ich pinne an mein Moodboard im Kopf: Karma ist die Währung der Zukunft – School is a museum of the past – gemeinsame Achtsamkeitsübungen an den Beginn unserer Lernrunden stellen – sei wie der Zug auf Schienen – Berlin macht das alles erst möglich – sustainability is the ability to maintain balance – kein Vertrag auf Papier, 99,5% aller Menschen kann man vertrauen – Karma kann alles sein, auch der Kaffee den du mit deinem Nachbarn trinkst – jedre tut was sier kann – mehr Begegnung, mehr aufeinander einlassen –
Alles fügt sich plötzlich zusammen, so viel Tun hinter all diesen Worten! So viele Beispiele, Exempel!
Da geht es um Arbeiten mit einem Kleinkind zusammen, während mein Tochterherz fröhlich um uns rumhopst. Um alternative Schulen. Um das Leben ganz ohne formale Abschlüsse, als würde mich diese Frage inmitten meines gefühlt-immerwährenden Studiums jemals losgelassen haben. Um das Leben ohne Arbeitszwang und mit Grundeinkommen. Um Lern- und Lebensorte, die Menschen zusammen bringen. Um humanen Kapitalismus, langsam wachsende Unternehmen, um bürokratische Hürden. Um Karma, Konzentration, Begegnung, Hartnäckigkeit, Authentizität, Träume, Glück, das nachhaltige Leben, um Hoffnung. Um Gemeinschaft, Kreativität und Selbstbestimmung. Das sind unsere Themen!
So viele Geschichten, die zeigen, dass es geht, dass es schon passiert, dass es keine Ausrede gibt für das nicht-Tun, das Ausweichen, das Aufschieben... Max Frisch kommt mir in den Sinn, der da schreibt, in seinem Tagebuch:
„Es genügte, wenn man den Mut hätte, jene Art von Hoffnung abzuwerfen, die nur Aufschub bedeutet, Ausrede gegenüber jeder Gegenwart, die verfängliche Hoffnung auf das nächste Mal, auf das Jenseits – es genügte, den Hunderttausend versklavter Seelen, die jetzt an ihren Pültchen hocken, diese Art von Hoffnung auszublasen: groß wäre das Entsetzen, groß und wirklich die Verwandlung.“ (Max Frisch, Tagebuch 1946-1949)
Für die Gründungsphase unserer #Lernwerkstatt hätte mir kaum besseres passieren können, als diese Ladung geballter Umsetzungskraft zu erleben. Was aus dem Zusammensein all der Menschen, die am Wochenende die #dclass conference mitgestaltet haben, entstehen kann, ist mehr, als Politik jemals zu ändern vermögen wird. Es ist Verwandlung. Danke für euren Mut!
- Bca
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